Diese Serie entsteht aus digitalen Bewegungszeichnungen, die mittels Laserschnitt in Papier übertragen werden. Ausgangspunkt sind Linien, die aus der Analyse von Körperbewegung hervorgehen – Fragmente von Gesten, Rotationen und Übergängen, die sich im digitalen Raum überlagern, vervielfachen und verdichten.
Der Laser ersetzt dabei nicht die Hand, sondern verschiebt sie.
Die Linie wird nicht gezeichnet, sondern geschnitten. Sie brennt sich minimal in die Oberfläche ein, hinterlässt Spuren von Hitze, Verdichtung und Materialreaktion. Was zunächst als immaterielle Vektordatei existiert, materialisiert sich als präzise Intervention im Papier.
In einigen Arbeiten bleibt die Geste isoliert – ein einzelnes Bewegungsfragment im Raum. In anderen verdichtet sich die Linie zu repetitiven Strukturen, zu nahezu textilen Feldern aus wiederholten Körperformen. Durch Skalierung, Rotation und algorithmische Wiederholung entsteht eine visuelle Spannung zwischen Singularität und System.
Die Arbeiten bewegen sich zwischen Zeichnung, Relief und Objekt.
Sie sind flach und zugleich räumlich – minimal im Eingriff, aber komplex in ihrer Verdichtung.
Im Zentrum steht die Frage, wie sich Bewegung durch digitale Prozesse transformieren lässt – und wie sich diese Transformation im physischen Material niederschlägt. Die Serie untersucht die Übersetzung von Körper in Daten, von Daten in Linie, von Linie in Raum.









