2024
Bronzeguss
8 × 9 × 12 cm
Offene Edition
Come Come isoliert eine Geste aus dem Bewegungsfluss und fixiert sie als skulpturales Fragment. Die Hand – Trägerin von Rhythmus, Richtung und Intention – wird aus dem performativen Kontext gelöst und in Bronze überführt.
Was im Tanz als Übergang oder Impuls erscheint, verdichtet sich hier zu einer eigenständigen plastischen Form. Ausgangspunkt ist ein digitaler Scan der Hand, dessen Daten gezielt transformiert wurden: In einem skulpturalen „Zoom“ verschiebt sich die Proportion von der Spitze des Zeigefingers aus. Der Finger wächst proportional über den Rest hinaus und verändert die innere Hierarchie der Geste.
Die Arbeit reflektiert damit, wie digitale Eingriffe den Körper neu ordnen – und wie diese Verschiebungen im Moment der Materialisierung unsere physische Wahrnehmung beeinflussen. Ein flüchtiger Bewegungsimpuls wird durch Technologie transformiert und als dauerhafte, ambivalente Präsenz im Raum verankert.

1 | ComeCome



2 | ComeCome




