POST  | ARCHITEKTUR DIALOGE (2025)

Eine performative Situation zwischen Körper, Raum und anwesenden Personen als Teil der Performance auf dem ehemaligen Postbetriebsgebäudes
Performance auf dem ehemaligen Postbetriebsgebäudes, Architektur Dialoge (2025), Foto: Raphaela Graph

Das Dach des ehemaligen Postbetriebsgebäudes bildete den Ausgangspunkt einer ortsspezifischen Performance im Rahmen der Architektur Dialoge. Im Zentrum stand die markante Treppenkonstruktion, verstanden als architektonischer Übergangsraum zwischen Ebenen, Funktionen und Perspektiven. Die Performance griff auf ein tief verankertes, körperliches Erfahrungswissen im Umgang mit Treppen zurück und brach dieses durch ungewohnte Bewegungsweisen bewusst auf.

Eine Zwischenplattform mit Blick über Basel erzeugte Distanz und Weite, die sich unmittelbar auf die Bewegung übertrugen. Licht, Wind, Materialität und Geländer wurden zu aktiven Elementen im choreografischen Prozess. Die besondere Gebäudesituation ermöglichte dem Publikum mehrere gleichwertige Perspektiven: Auf- und Untersichten sowie Innen- und Aussenblicke auf die Treppensituation. Die Architektur fungierte dabei als Perspektivapparat und löste die klassische frontale Bühnensituation auf.

In der Performance verbanden sich langjährig entwickelte choreografische Prinzipien wie „Forward & Rewind“, die Arbeit mit Ankerpunkten, geometrische Visualisierungen und die bewusste Verschiebung von Schwerkraftverhältnissen. Das Postbetriebsgebäude wurde so als Denk- und Bewegungsraum erfahrbar, in dem Architektur, Körper und Wahrnehmung in einen dialogischen Austausch treten.