SKURRILI

Skurrili – 2021
Skulpturale Installation, Farbdruck auf Papier, Nylon, Leuchten
10×10×10 cm – 80×80×80 cm

Kreaturen verharren mit akrobatischen Fähigkeiten in skurrilen Posen. Unklar,ob sie ausharren oder sich weiterentwickeln sollen, machen sich diese mystischen Kreaturen Ihren Körper zum Mittel des Ausdrucks. Jede Kreatur scheint anhand ihrer individuellen Bedingung eine eigene Pose entwickelt zu haben. Fotografien eines tanzenden Körpers wurden digital collagiert, ausgedruckt, durch Falten und Biegen neu in Form gebracht und mit Epoxyharz beschichtet. Durch die Manipulation vom Abbild des Körpers und des Blickwinkels sowie durch das Falten und Biegen entstehen räumliche Situationen, die nur so durch die crossmediale Transformation möglich sind. Der fast schon performative Charakter der Wesen sowie die bühnenhafte Inszenierung, kreieren ein theatralisches Bild und lassen die Betrachter*In sich die Geschichte der Fabelwesen zusammenreimen. Unsere Existenz ist in erster Linie körperlich definiert. Bilder von kranken, deformierten oder leidenden Körpern verstören uns, da die zeitgenössische visuelle Kultur gefilterte und idealisierte Abbildungen des Körpers propagiert. Moderne Technologien ermutigen uns, mit verschiedenen Posen und Identitäten zu spielen und zu experimentieren, die auf unserem eigenen Abbild basiert. Heute erblicken wir unseren Körper mehr denn je und scheinen eine Art Doppelsehen zu erleiden: Einerseits gibt es die Wahrnehmung unseres eigenen Körpers, aus der sich unser „erlebendes Selbst“ realisiert. Dann ist da unser Blick auf den eigenen Körper, durch den wir uns verstärk objektivisieren und worauf sich unser „narratives Selbst“ stützt. Zwischen den beiden liegen visuelle Darstellungen. Infolgedessen scheinen wir immer mehr den physischen Körper mit unserem Körperbild zu verwechseln.