PERFORMING TALES OF THE UNSEEEN

Performing Tales of the Unseen ist eine Live-Performance an der Schnittstelle von Tanz und Zeichnung. Konzipiert und performt von Timo Paris in enger Zusammenarbeit mit Andrea Biel (Das Flavour Crew), entfaltet sich die Arbeit als Dialog zwischen körperlicher Bewegung, gezeichneter Linie und architektonischem Raum.
Ursprünglich als Teil der fortlaufenden Serie Tales of the Unseen entwickelt, ist die Performance als modulares Format angelegt, das an unterschiedliche architektonische Kontexte angepasst werden kann. Für die Präsentation im Rahmen der Architekturdialoge im VIA Businesspark wurde die Struktur der Performance an die örtlichen Gegebenheiten angepasst.
Die Arbeit untersucht den Körper in Bewegung als Subjekt und Instrument der Bildproduktion. Bewegung fungiert dabei als Mittel der räumlichen Erkundung und macht Maßstab, Orientierung, Widerstand und Zirkulation erfahrbar. Zeichnung wird als körperlicher, zeitbasierter Prozess verstanden: Linien entstehen als Spuren körperlicher Präsenz und als Ergebnis der Auseinandersetzung mit dem Raum. Die Performerinnen agieren zugleich als Tänzerinnen, Motive und Akteur*innen der Einschreibung und erzeugen einen kontinuierlichen Rückkopplungsprozess zwischen Bewegung, Linie und Wahrnehmung.
Im Kontext des VIA Businessparks entfaltete sich die Performance in einer Abfolge miteinander verbundener Situationen, die über den Ort verteilt waren. Choreografische Passagen, Momente der Stillstellung und zeichnerische Handlungen wurden in Beziehung zu architektonischen Elementen wie Schwellen, Flächen und Übergangszonen gesetzt. Anstelle einer frontal ausgerichteten Aufführung betonte die Arbeit räumliche Verschiebungen und Perspektivwechsel und ermöglichte dem Publikum, Architektur als durch körperliche Präsenz geprägtes Feld zu erfahren.
Elemente des Breaking – wie Freezes, Transitions, Floorwork und zypherbasierte Improvisation – prägen sowohl das Bewegungsrepertoire als auch die entstehenden Zeichnungen. Sie werden nicht stilistisch eingesetzt, sondern dienen als verkörperte Werkzeuge zur Aushandlung von Schwerkraft, Balance und Orientierung im Verhältnis zur gebauten Umgebung.
Das Projekt ist Teil der fortlaufenden Serie Tales of the Unseen, die sich mit Bewegung, Fragmentierung und der Übersetzung verkörperten Wissens in visuelle Formen auseinandersetzt.









