THE LIVING LINE

Eine Prozessuale Einzelausstellung im Artstübli – Kunst & Kultur, die Zeichnung als zeitbasierte und verkörperte Praxis untersucht.

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Vernissage: Mittwoch, 13.05.2026, 18 Uhr
Finissage: Samstag, 30.05.2026, 14–18 Uhr
Atelier Ouverts: Sonntag, 31.05.2026, 10–18 Uhr

Öffentliche Tanzsessions (je 18:00–21:00 Uhr):
Dienstag 19.05.2026
Donnerstag 21.05.2026
Dienstag 26.05.2026

Künstler vor Ort
Dienstag – Freitag: 9:00 – 16:00
Samstag: 11:00

Artstübli – Kunst & Kultur
Steinentorberg 28, Basel

Im Mai wird das Artstübli – Kunst & Kultur zu meinem temporären Atelier. Während seines Aufenthalts arbeite ich täglich vor Ort an einer großformatigen Zeichnung im Maßstab des Ausstellungsraums und öffnet meinen Arbeitsprozess für Besucher*innen. Der Kunstraum verwandelt sich damit über mehrere Wochen hinweg in ein lebendiges Arbeitsumfeld, in dem Zeichnung als zeitbasierte und körperliche Praxis erfahrbar wird. Die Arbeit entsteht im Zusammenhang mit meinem langfristigen Projekt THE LIVING LINE. Darin verstehe ich Zeichnung als Bewegung, Spur und soziale Form.

Ausgangspunkt ist meine künstlerische Praxis zwischen Breaking, performativer Forschung und Zeichnung. Körperliche Bewegung wird zur Linie übersetzt und Linien wiederum werden zu Ausgangspunkten neuer Begegnungen, Kooperationen und Transformationen. Zeichnung erscheint hier als offener Prozess, der sich über Orte, Menschen und Zeit hinweg weiterentwickelt.

Der Raum entwickelt sich dadurch über die Dauer der Ausstellung hinweg zu einem lebendigen Arbeits- und Begegnungsort. An den meisten Tagen arbeite ich vor Ort zwischen 9:00 – 16:00 Uhr, Besucher:innen können während dieser Zeit vorbeikommen und den Arbeitsprozess direkt im Atelier beobachten oder sogar Teil davon werden. Besucher*innen können sich anmelden oder auch spontan vorbeikommen, um für Modell zu stehen (ca. 10 min) . Die eingenommene Pose wird in abstrahierter Weise in das Bild aufgenommen. Menschen, die nicht vor in Basel sind, dürfen mir auch ein Foto von sich in einer Pose zukommen lassen.

Ein zentraler Bestandteil des Projekts ist der 8te City Drop, der den Abschluss der Ausstellung markiert. Als Teil des langfristigen Projekts CITY DROPS bildet dieser Drop die erste Spezialedition der Serie. Am Ende der Ausstellung werden aus der im Artstübli entstandenen Zeichnung 32 Ausschnitte als autonome Kunstwerke im öffentlichen Raum verteilt. Die gefundenen Zeichnungen gehören den Finder*innen und können durch ihre Zusammenführung zu neuen Generationen weiterentwickelt werden – von kleineren zu grösseren Formaten, die ebenfalls in den Besitz der Beteiligten übergehen. So entfaltet sich The Living Line als kollektiver Prozess innerhalb der urbanen Öffentlichkeit.

Als Teil des Begleitprogramms finden öffentliche Tanzsessions statt. Diese offenen Treffen bieten die Möglichkeit, Tänzer*innen aus der lokalen Breaking-Szene kennenzulernen, gemeinsam zu trainieren oder zuzuschauen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Im Rahmen der Atelier Ouverts am 31.05. präsentiert Timo Paris die während seines Aufenthalts entstandenen Arbeiten und gibt Einblick in die Weiterentwicklung seines Projekts vor Ort.